Herzlich willkommen bei der Energieversorgung Dietzenbach GmbH

 

Häufig gestellte Fragen - FAQ

Warum erhalte ich eine Fernwärmeabrechnung für den Zeitraum 01.10.2016-30.09.2017?

Die Energieversorgung Dietzenbach GmbH (EVD) hat die Fernwärmeversorgung in Dietzenbach mit Wirkung zum 01.10.2014 übernommen. Seither rechnet die EVD alle ihre Kunden jährlich für den Zeitraum 01.10.-30.09. ab. Hierbei ist zu beachten, dass die Kunden gem. der AVBFernwärmeV spätestens innerhalb eines 12monatigen Zeitraums einen Anspruch auf eine Abrechnung ihrer tatsächlichen Verbrauchswerte haben. Diese Vorgabe erfüllt die EVD durch die Versendung der Jahresendabrechnungen zum Stichtag 30.09.


Wie setzt sich das Fernwärmepreissystem in Dietzenbach zusammen?

Das Fernwärmepreissystem in Dietzenbach besteht aus zwei Bestandteilen:

1. Das Preisblatt:  Die in der Endabrechnung zum 30.09.2017 enthaltenen Preise bestimmen sich nach dem Preisblatt, das mit Wirkung zum 01.10.2016 bekannt gemacht wurde. Hier sind zwei Tarife aufgeführt, der
EVDsmart und der EVDplus. Nach welchem Tarif die jeweilige Liegenschaft abgerechnet wurde, hängt von dem abgerechneten Verbrauch und dem Anschlusswert der Liegenschaft ab (vgl. Best-Preis-Regelung).

Bei beiden Tarifen setzt sich der individuelle Fernwärmepreis je Liegenschaft aus einem Grundpreis, einem Verbrauchspreis, einem CO2-Preis und einem Preis für Abrechnung und Messung zusammen.

2. Die Preisänderungsklausel: Zum Fernwärmepreissystem der EVD gehören nicht nur die einzelnen Preise gemäß dem Preisblatt (Grund- und Verbrauchspreis), sondern auch eine Preisänderungsklausel. Gemäß dieser Preisänderungsklausel werden die Preise jedes Jahr anhand der aktuellen Marktentwicklungen der Wärmeversorgung
fortentwickelt. Basis dafür sind die Entwicklungen verschiedener Statistikreihen des Statistischen Bundesamtes. Aufgrund der Entwicklungen insbesondere in den Bereichen Investitionsgüter und Löhne aber auch im Bereich des Kohlepreises steigen die Preise zum 01.10.2017 leicht an. Die Preisanpassung wurde bereits bei der Berechnung der Vorauszahlungsleistungen für den Zeitraum 01.10.2017-30.09.2016 einbezogen.

Welche Elemente der Preisänderungsklausel haben sich mit Wirkung zum 01.10.2017 geändert?

Die Preisanpassung erfolgt nach den Regelungen der Preisänderungsklausel, d.h. die Entwicklung von Indexreihen des Statistischen Bundesamtes sowie Marktpreise für Kohle, Gas und CO2-Zertifikate bestimmen die Fortentwicklung der Preise der EVD.


Die Fernwärmepreise setzen sich aus mehreren Elementen zusammen: dem Grundpreis, der die mengenunabhängigen Preiskomponenten widerspiegelt, dem Verbrauchspreis, der mengenabhängig ist und dem Jahrespreis für Messung und Abrechnung sowie dem CO2-Entgelt. Die einzelnen Preisbestandteile verändern sich dabei abhängig von der Entwicklung bestimmter Indexreihen bzw. Marktpreise - diese werden im Detail in der Preisänderungsklausel angegeben.

Der Grundpreis wird im Wesentlichen vom Lohn- und Investitionsgüterindex beeinflusst – hier haben sich die Indexwerte im Betrachtungszeitraum aufgrund von Tariferhöhungen und Inflation erhöht. Damit steigt der Grundpreis im Vergleich zum Vorjahreswert (Euro pro kW und Jahr für den Tarif EVDsmart) im Preisblatt um rund 1,4%.

Der Verbrauchspreis wird im Wesentlichen durch den Kohlepreis beeinflusst – dieser stieg im Vergleich zum Vorjahr deutlich an. Gedämpft wird diese Entwicklung durch einen leicht gesunkenen Gaspreis. Insgesamt steigt der Verbrauchspreis (Cent/kWh für den Tarif EVDsmart) im Preisblatt um rund 6,5% und liegt damit nahezu wieder auf dem Niveau vom 01.10.2015.
Der CO2-Preis, der auf gehandelten Zertifikaten basiert, sinkt im Vergleich zum Vorjahr deutlich. Der Jahrespreis für Messung und Abrechnung bleibt unverändert.

Was steckt hinter dem Begriff „Best-Preis-Berechnung“? Ist diese bei der Endabrechnung zum Stichtag 30.09.2017 einbezogen worden?

Die Bestpreisgarantie ist Bestandteil des Preisblattes der EVD. Sie garantiert, dass der für den Kunden günstigere Tarif (EVDsmart oder EVDplus) automatisiert abgerechnet wird.

Warum wurde der Zählerstand für die Fernwärmeabrechnung für die Monate August und September 2017 hochgerechnet?

Gemäß der AVBFernwärmeV soll innerhalb von 12 Monaten eine Jahresendabrechnung erfolgen. Da die letzte Abrechnung der EVD zum Stichtag 30.09.2016 erfolgte, wurde somit der nächste Stichtag zur Jahresendabrechnung auf den 30.09.2017 datiert. Damit die Jahresabrechnung zeitnah nach dem Abrechnungsstichtag versendet werden kann, müssen die Vorarbeiten frühzeitig eingesteuert werden. Die Kartenselbstablesung, das Einspielen und Überprüfung der Daten nehmen Zeit in Anspruch. Somit wurde eine Vorlaufzeit zur Durchführung dieser Arbeiten eingeplant. Die Zählerstände werden somit nach der Ablesung auf den Abrechnungsstichtag hochgerechnet. Zu beachten ist hierbei, dass während des Hochrechnungszeitraums aufgrund der Witterung der Fernwärmeverbrauch nicht hoch ist. Somit beeinflusst die Hochrechnung den abgerechneten Verbrauch nicht wesentlich.

Werden auf der Endabrechnung ausgewiesene Guthaben ausgezahlt? Werden ausgewiesene Nachzahlungen eingezogen?

Guthaben und Nachzahlungen werden unabhängig von der ersten Abschlagszahlung zum 01.11.2017 fällig und eingezogen bzw. ausgezahlt (sofern eine Bankverbindung vorliegt).

Auf welcher Grundlage wurden die Vorauszahlungen für den Zeitraum 01.10.2017-30.09.2018 berechnet?

Die Vorauszahlungsberechnungen basieren auf den Verbrauchs- und Anschlusswerten, die für den Zeitraum 01.10.2016-30.09.2017 abgerechnet wurden. Auch der zuvor abgerechnete Tarif (EVDsmart oder EVDplus) wurde bei der Berechnung der Vorauszahlungen herangezogen. Die Preise zu den o.g. Tarifen für den Zeitraum 01.10.2017-30.09.2018 ergeben sich auf dem mit Wirkung zum 01.10.2017 veröffentlichten Preisblatt der EVD. Der Jahresvorauszahlungsbetrag wird in 11 Abschläge aufgeteilt. Der erste Abschlag ist zum 15.11.2017 fällig.

Wie ist es möglich, die Fernwärmekosten je Liegenschaft zu senken?

Die Kosten für die Fernwärmeversorgung je Liegenschaft hängen vom Wärmebedarf (Anschlusswert=Grundpreis) eines jeden Hauses sowie vom Verbrauchsverhalten (Verbrauchspreis) des Kunden ab.

Der Wärmebedarf einer Liegenschaft bestimmt sich nach der Größe des Hauses, der Dämmung sowie des Bedarfs an warmem Wasser. Dieser wird im Rahmen einer Wärmebedarfsanlayse ermittelt. Diese kann durch einen Energieberater (bei Neubauten meistens von Architekten oder Bauingenieuren) festgestellt werden. Der Wärmebedarf kann durch die Steigerung der Effektivität einer Heizungs- oder Warmwasseraufbereitungsanlage oder z.B. auch durch eine bessere Gebäudedämmung erreicht werden.

Der Wärmeverbrauch hängt von der Häufigkeit der Nutzung der Heizungsanlage und des Warmwasseraufbereiters ab. Durch bessere Wärmedämmung kann Wärme eher im Haus gehalten werden. Des Weiteren gibt es Spareinrichtungen/-funktionen für Wasserhähne, Spül- und Waschmaschinen zur Einsparung.